Turmführungen

Der Blick vom Turm der St. Wenceslai – ein schönes Erlebnis, der Blick ins Wurzner Land

Turmbesteigungen sind im Sommer: sonntags 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr – ab Ostern bis zum Reformationsfest oder auf Anfrage bei der Kirchenkanzlei, Tel. 03425 90500, E-Mail: kg.wurzen@evlks.de)

Den Turm der St. Wenceslaikirche besteigt man über 156 Stufen. Zunächst windet sich eine Wendeltreppe im Turm bis auf die Höhe des Dachbodens. Jetzt sind Sie 11 m über dem Hauptschiff.

Turmführung St. Wenceslai Wurzen

Dort können Sie den mächtigen, handgezimmerten Dachstuhl aus den Jahren der Wiederherstellung der Kirche nach den Zerstörungen 1637 durch die Schweden bestaunen. Die eingebauten Balken reichen über die ganze Breite des Schiffes und sind 20 m lang!

Turmführung St. Wenceslai Wurzen

Danach führt der Weg wieder im Turm nach oben. Bis zur Etage der Glockenstühle bei 22 m Höhe ist die Treppe im separaten Gestühl eingebaut. So werden die Schwingungen des Geläutes abgefangen und nicht in das Gemäuer übertragen. Hier angelangt, können Sie einen Blick auf die Glocken werfen, doch Achtung, wenn die Viertelschläge ertönen oder gar zur vollen Stunde geläutet wird. Das ist dann schon sehr laut!

Turmführung St. Wenceslai Wurzen

Erst oberhalb der Glocken liegen die Treppenläufe auf den Außenmauern des Turmes. Sie steigen weiter nach oben und gelangen zur unteren Etage der Türmerwohnung, dem Schlafbereich der Türmerfamilie in 28,5 m Höhe.

Turmführung St. Wenceslai Wurzen

Die vorhandenen Betten sind ein untrügliches Zeichen dafür. Hier können Sie an den Fenstern auch die Halterung für die Fahnen erkennen, mit deren Hilfe der Türmer im Brandfalle die Richtung angezeigte. Ebenfalls auf dieser Etage sind noch Reste bzw. einige Vorrichtungen des Aufzuges zu erkennen, über den die Familie mit Waren des täglichen Bedarfes aus der Stadt versorgt wurde. Sicher gelangte auch manches nach unten, was von hier oben entsorgt werden mußte… Schließlich steigen Sie zum Wohnbereich des Türmers auf. Jetzt sind Sie in 32 m Höhe angelangt.

Vom Wohnbereich des Türmers könne Sie nun, gutes Wetter vorausgesetzt, die weite Aussicht auf die Stadt und das Wurzener Land genießen. Lediglich nach Osten wird der Blick über das große, schiefergedeckte Dach versperrt: In dieser Fensternische nisten die geschützten Dohlen, so dass eine Platte vor dem Fenster für Ruhe sorgt. Erholen Sie sich nun vom Aufstieg und schauen Sie sich in aller Ruhe um.

Turmführung St. Wenceslai Wurzen

Falls Sie noch Lust auf die oberste begehbare Etage haben, dann steigen Sie hoch zu den Uhren. Hier versperren allerdings die vier Zifferblätter die Aussicht. Für Freunde und Fachleute von mechanischen Uhren steht hier oben das ausrangierte Uhrwerk aus dem Jahr 1913, das bis 1994 die Zeiten anzeigte. Sehr viel zuverlässiger, als dieses Uhrwerk ist die 1996 eingebaute Haupt- oder Mutteruhr. Sie empfängt ihr Zeitsignal aus Frankfurt am Main. Die Mutteruhr wiederum gibt die Signale an die vier Motorzeigertriebwerke hinter den Zifferblättern, die sowohl die Zeiger antreiben als auch den Viertel- und den Stundenschlag an einer Glocke auslösen.

Turmführung St. Wenceslai Wurzen

Beim Abstieg bitte Vorsicht und die Köpfe einziehen! Die Durchgangshöhen der Treppenläufe sind an manchen Stellen recht niedrig.